Digitaler Kapitalismus: Schnittstellen von Mensch und Maschine

29. September 2018

Die Ausstellung „LebensWert Arbeit“ im Museum am Dom, eine der drei großen Ausstellungen des Karl Marx-Jubiläumsjahres, befasst sich mit dem Spannungsfeld von Arbeitsleben und Menschenwürde.

Unter dem Fokus „Digitaler Kapitalismus: Schnittstellen von Mensch und Maschine“ werden hier vom 02. bis 21. Oktober 2018 auch studentische Arbeiten von Intermedia Designern (Bachelor und Master) ausgestellt.

Betreut von Marcus Haberkorn entstanden Apps, Medieninstallationen, interaktive Filme und Soundcollagen. Die konzeptionelle Arbeit entwickelte sich entlang zentraler Fragestellungen, wie:

Wie lebt und arbeitet es sich im digitalen Post-Panoptikum (Zygmunt Bauman) des Überwachungskapitalismus (Shoshana Zuboff)? Dort, wo alles Messbare gemessen wird und als Produktionsfaktor in die Wertschöpfungskette einfließt? In der smarten City, wo neuronale Netze und künstliche Intelligenzen die Abläufe bestimmen? Wo alles gehandelt wird, was einen Menschen ausmacht, außer seinem Körper?

Die Ausstellung läuft im Museum am Dom, Trier (Bischof-Stein-Platz 1) vom 2. bis 21. Oktober 2018, täglich außer Montags von 10 bis 18 Uhr. Die Finissage findet am Freitag, den 19. Oktober um 19 Uhr statt.

Informationen zu den einzelnen Arbeiten:

P.I.A. (Kim Jasmine Becker): Am Eingang zur Ausstellung gibt die holografische Assistentin kurze Informationen zur Ausstellung.

Irgendwas mit Marx (Nicolas Krewer, Peter Ehses,Sophie Weinfurtner): Die Installation generiert aus verschiedenen faktischen (Scanner mit bereitgestellten Beiträgen aus dem Marx Jahr) und inszenierten (Datenkabel zu den anderen Exponaten) Inputs ein Update des Marx/Engels Manifestes, das am Ende der Verarbeitungskette auch in Papierform gebracht wird.

Emma oder Paul? (Ricarda Dennen): Das interaktive Video mit alternativen Enden thematisiert, wie wenig wir darüber wissen, wie künstliche Intelligenzen mit welchen Konsequenzen unsere Entscheidungen verarbeiten.

Data Mirror (Simone Rduch): Der Besucher hat den Anschein vor einem harmlosen Spiegel zu stehen. Er erlebt jedoch schnell, dass hinter seinem Abbild mehr steckt als erwartet.

The Last Taxi Driver (Adrian Wegener): Der letzte menschliche Taxifahrer will sich nicht automatisieren lassen und klammert sich fest an sein Lenkrad. Mit diesem Arcade-Spielautomaten, lässt sich erleben, wie er sich durch den autonomen Rush-Hour Verkehr einer Smart City kämpft.

Soundcollage Industie 1.0 – 4.0 (Dario Robra): Wie klingen die vier großen Industriellen Revolutionen? Jeweils ein interaktives 3D-Modell visualisiert den Sound der Arbeitswelt und macht rein klanglich ihre Unterschiede deutlich.

Future Work (Lisa Nemesheimer): Der Alltag einer Friseurmeisterin und ihre Privilegien als Person, die einer nicht-automatisierbaren Arbeit nachgeht. Erzählt ausschließlich über ihr Tablet.

Everyday Life (Lucas Christ, Felix Köcher, Mia Lan Vu Thi): Der Benutzer wird vor alltägliche Dilemmata gestellt, in denen er sich zwischen Arbeit und Leben entscheiden muss. Nachdem er eine Reihe von Fragen beantwortet hat, werden ihm dieselben Fragen nochmals gestellt – diesmal allerdings unter anderem Vorzeichen.

Smart City Trier (Marius Jakob, Erich Merk): Der interaktive Comic illustriert in informativer Weise am Beispiel Triers die Abläufe in einer Smart City.

Der Handwerkerbrunnen (Tim Weiß): Auf dem Trierer Handwerkerbrunnen sind 32 Berufsbilder zu sehen. Diese können vom Besucher auf ihr Substituierbarkeitspotential, also die mögliche Ersetzbarkeit durch Robotik und künstliche Intelligenz, untersucht werden.

Digitale Nomaden (Jan Hillebrand, Steven Feldmann-Gomez, Yanick Behrendt-Henn, Marc Blasius): Eine interaktive Dokumentation, die in steuerbaren Interviews die Arbeitswelt digitaler Nomaden widerspiegelt.

 

 

» mehr

Intermediale Projekte bei der Illuminale 2018

21. September 2018

Das Lichtfest Illuminale lockt in jedem Jahr Tausende in die Trierer Innenstadt, diesmal in die Kaiserthermen und den Palastgarten. Und wieder stellen Studierende der Fachrichtung Intermedia Design der Hochschule Trier ihre interaktiven Lichtinstallationen aus. Immerhin fünf von vierzehn Attraktionen der Illuminale sind unter Betreuung der Dozenten JeongHo Park und Marcus Haberkorn entstanden.  Bestaunen kann man sie am Freitag den 28. und Samstag den 29.9.2018 ab 19 Uhr.

Der „Vortex“ von Daniel Scholl und Maximilian Weil macht die Ästhetik fraktaler Lichtbrechung durch Laser anschaulich (siehe Abbildung).

Der Social Media-Maschine entrissene Sünden dem Feuer übergeben – das ist das „Social Sacrifice“ von Peter Ehses und Marian Kost.

In der Installation von Candy Hobracht und Eva Steuer kann man physisch Brücken bauen, die den animierten Figuren „Foxy & Rexy“ auf ihrer großen Wanderung helfen.

Die eigene Körperwärme steuert die generative Visualisierung „MicroMe. ~ impression“ von Nico Purper.

Die „Collage of Light“ von Eva Steuer und der taiwanesischen Austauschstudentin Meng Yun Tsai lädt dazu ein, mit Licht zu spielen und in eine Schattenwelt einzutauchen.

 

Datum: Freitag, 28.09.2018, und Samstag, 29.09.2018
Uhrzeit: 19 – 24 Uhr
Ort: Kaiserthermen und Palastgarten, Trier

» mehr

Marx Guide – Intermedia Designer entwickeln interaktiven Stadtführer

20. April 2018

 

Zwei Touren führen zu Orten, an denen Karl Marx gelebt hat und die bedeutsam für die industrielle Revolution in Trier waren. Die Web App erlaubt es, eigenständig Schauplätze aus dem Leben des Philosophen und kommunistischen Denkers zu entdecken. Zu jedem Ort finden sich Texte, Fotos und Audio-Guides. Der interaktive Stadtführer wurde anlässlich der Feiern zum 200. Geburtstag von Karl Marx veröffentlicht unter www.marx-guide.de.

Studierende der Fachrichtung Intermedia Design der Hochschule Trier entwickelten eine web-basierte App zum Karl-Marx-Jahr 2018. Das Projekt wurde unter Leitung von Dozent Marcus Haberkorn gemeinsam umgesetzt mit der Trier Tourismus und Marketing GmbH (ttm), der Verein zur Förderung des Jubiläumsprogramms des Karl Marx Jahres in Trier und der Karl Marx 2018 Ausstellungsgesellschaft mbH (KAMAG).

„Der Marx-Guide ist ein interaktiver Stadtführer zu Karl Marx, der anlässlich des 200. Geburtstags des bedeutenden Denkers die Nutzer zu dessen historischen Wirkungsstätten in Trier leitet“, sagt Dr. Rainer Auts (KAMAG). Marcus Haberkorn ergänzt: „Angeboten werden zwei Touren: Eine kürzere verbindet die aktuellen Ausstellungsorte zwischen dem Stadtmuseum Simeonstift und dem Rheinischen Landesmuseum anhand zentraler Orte miteinander. Die längere deckt weitere sieben Schauplätze ab.“ An den Standorten erfahren die Nutzer anhand von Texten, kurzen gesprochenen Hörstücken sowie aktueller und historischer Fotografien mehr über die Orte, erklärt Marcus Haberkorn weiter.

Rudolf Hahn (KAMAG) lädt die Nutzer ein, sich mit ihren Smartphones auf eine Entdeckungsreise durch die Stadt zu begeben: „Sie werden spannende Schauplätze aus dem Leben des jungen Karl Marx Leben finden. Hörstücke und historische Bilder beleuchten sein Leben und stellen die Orte in den Kontext seiner Zeit.“

Norbert Käthler (ttm) freut sich über diese Erweiterung des touristischen Angebots für die Stadt: „Es erlaubt den Besuchern das Leben des jungen Karl Marx in seiner Heimatstadt eigenständig zu entdecken.“ Angesprochen seien Tagestouristen, Kurzurlauber sowie Einheimische. Die App liefere wertvolle Information zu interessanten Orten im Kontext des Karl-Marx-Jahres.

Marcus Haberkorn (links) und Norbert Käthler erklären den Marx-Guide. Foto: Alexander Schumitz/ Trier Tourismus und Marketing GmbH

Hintergrund:

Der Nutzer bekommt passende Information zu seinem jeweils aktuellen Standort. Der wird mittels GPS-Ortung erfasst und ermöglicht so den Einsatz der App als Leitsystem mit Wege- und Routenführung. Gegenüber nativen Apps haben Web-Apps verschiedene Vorteile: Für den Vertrieb der App wird kein Store benötigt, und der Nutzer muss nichts installieren, da die App als Webseite auf dem jeweiligen Endgerät läuft. Marx Guide ist responsiv, d.h. die App passt sich auf das Endgerät an und funktioniert auf Smartphone, Tablet und dem Desktoprechner gleichermaßen.

Das Mobile Media Lab der Hochschule Trier, unter der Leitung von Marcus Haberkorn, hat sich auf die Entwicklung ortsbezogener, internetbasierter Medien für Handy und PC spezialisiert. Zielsetzung vieler Projekte ist es, lokale Umgebungen mit weiteren Informationen und Funktionalitäten virtuell erweitern: 2014 wurde eine App zum Stolpersteine-Projekt herausgebracht, die inzwischen von über 50 Städten genutzt wird. 2017 wurde gemeinsam mit der Europäischen Kunstakademie die Datenbank „Public Art Trier“ entwickelt, die Informationen zu mehr als 130 Kunstwerken im öffentlichen Raum bereitstellt.

 

» mehr

„Rette die Blunies“ nominiert für den deutschen Entwicklerpreis für „bestes soziales Engagement“

25. April 2018

Am Tag der Deutschen Einheit 2017 beteiligen sich auch einige der größten Games-Entwickler des Landes: Die Standortinitiative GameUp! organisiert zusammen mit dem Wirtschaftsministerium den Auftritt der Branche, an dem sich Kalypso Media (Worms), Ubisoft Blue Byte (Mainz) und die Studenten des Fachbereichs Intermedia Design der Hochschule Trier unter Leitung von Games-Professorin Linda Breitlauch beteiligen.

Eigens für den Tag der Deutschen Einheit 2017 haben die Studierenden ein eigenes Spiel zum Thema Demokratie entwickelt: „Rette die Blunies“ kann kostenlos auf der dazugehörigen Website ausprobiert werden.

» mehr

Public Art Trier: Kunst im öffentlichen Raum per Smartphone entdecken

3. Juli 2017

Public Art Trier ist ein Projekt, das sich der Kunst im öffentlichen Raum der Stadt Trier annimmt, um diese für ihr Publikum sichtbarer und verständlicher zu machen.

Die Europäische Kunstakademie Trier hat in Kooperation mit der Hochschule Trier und der Universität Trier eine Datenbank mit Kunstobjekten nach 1945 aufgebaut, die deutschlandweit einmalig ist:

Über www.public-art-trier.de hat seit Ende Juni 2017 jeder die Möglichkeit, sich auf Entdeckungsreise durch Trier zu begeben. Skulpturen, Brunnen, Kunst am Bau, Urban Art und mehr – über 120 frei zugängliche Kunstwerke gibt es nun kostenlos auf dem Smartphone und dem heimischen Rechner.

Das Angebot bietet unterschiedliche Zugänge zu den Kunstobjekten und den Künstlern, von einer Kartenübersicht zu einem Archiv mit umfangreichen Such- und Filtermöglichkeiten. Wenn der Nutzer seinen Standort freigibt, kann er z. B. über ein Radar Kunstwerke in der unmittelbaren Umgebung finden oder sich über einige der angebotenen Touren durch die Stadt führen lassen.

Be Part of Art ist die begleitende Kampagne zum Start des Projektes: Bis Ende Juli kann jeder vor einem beliebigen Kunstwerk gemachte Selfies hochladen. Online fügen sich alle Fotos wie in einem Mosaik zu großen, dreidimensionalen Skulpturen zusammen. Sobald eine Skulptur vollständig ist, wird eine Belohnung für alle Teilnehmer freigeschaltet.

Geleitet wurde das Projekt an der Europäischen Kunstakademie von Frau Gabriele Lohberg und an der Hochschule Trier von Marcus Haberkorn aus der Fachrichtung Intermedia Design des Fachbereichs Gestaltung, der als Leiter des Labors für Mobile Media das Projekt mit seinen Studierenden umgesetzt hat. Unterstützt wurde das Projekt von der Nikolaus-Koch-Stiftung Trier.

Weitere ausführliche Information findet sich auf der Homepage www.public-art-trier.de, ein Pressepaket mit Bildern hier.

» mehr

Mit Virtual Reality- und Mobile-Projekten auf der CeBIT

23. März 2017
Ministerpräsidentin Malu Dreyer testet die Virtual Reality Experience „Station“ gemeinsam mit Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig 

Auf der diesjährigen CeBIT, der weltweit größten Messe für IT, ist die Hochschule Trier gleich mit zwei herausragenden Exponaten vertreten, die beide aus der Fachrichtung Intermedia Design stammen: Dem Virtual Reality-Projekt „Station – An ISS Exploration“ und der Mobile App „Folklore“ galt auf dem Science Square der Speakers‘ Corner der angewandten Forschung das besondere Interesse von teilweise sehr prominenten Besuchern.

„Station“ ist ein Virtual-Reality-Erlebnis für das Headset HTC Vive. Wer die VR-Brille aufsetzt, kann die Raumstation ISS nach eigenem Ermessen von Innen und Außen erkunden. Mit Hilfe der Motion-Controller der Vive bewegt sich der Spieler selbstständig durch die Station und erlebt ein Gefühl der Schwerelosigkeit im All. Vorbild hierfür waren die Bewegungen realer Astronauten, wie sie sich durch den schwerelosen Raum hangeln. Bei der ISS handelt es sich um einen maßstabsgetreuen Nachbau, der auch realistische Funktionalitäten hat, wie z.B. das Bedienen der Luftschleuse beim Verlassen der Raumstation.

Ein weiteres Projekt der Hochschule Trier ist die App „Folklore“, ein mobiles Game mit Location-Based-Storytelling. Es erzählt dem Nutzer echte lokale Sagen und Legenden an Originalschauplätzen. Die Routen führen mit GPS über festgesetzte Wegpunkte. Der Spieler muss Rätsel lösen, trifft auf Akteure der Sage und spielt Minispiele, die einen direkten Bezug auf die Umgebung nehmen.

Folklore wurde 2014 das erste Mal als eine Sammlung von drei Routen für die Barockstraße SaarPfalz umgesetzt. Im Folgejahr wurde eine Demoversion veröffentlicht, die die Sage vom Trierer Stadtgeist erzählt. Aktuell wird auf der Basis von Folklore ein digitales Lernspiel für SchülerInnen in Luxemburg und Rheinland-Pfalz entwickelt.

Insgesamt belegen diese publikumswirksamen Exponate, dass die Hochschule Trier mit ihren Themen den modernen Zeitgeist trifft.

» mehr

Emil Waas: Kunst zu überleben – Website und Ausstellung

1. Dezember 2016

screenshot-szeneIn russischer Kriegsgefangenschaft von 1945 bis 1949 malte Emil Waas in nur vier Jahren über 900 Miniaturen, die von Mitgefangenen aus den Lagern herausgeschmuggelt wurden. Damit hinterließ er die „größte Kriegsgefangenenkunstsammlung der Welt und der Geschichte der Menschheit“ (Britisches Kriegsmuseum, London).

Dieses Werk ist ab dem 15. Dezember als virtuelle Ausstellung auf der Webseite emil-waas.de zugänglich, die an der Hochschule Trier in der Fachrichtung Intermedia Design entwickelt wurde.

Zu diesem Anlass hat man gemeinsam mit der Gedenkstätte für NS-Opfer in Neustadt und der Arbeitsgemeinschaft Frieden Trier e.V. zudem eine vierwöchige Ausstellung in der Europäischen Kunstakademie Trier organisiert. Diese eröffnet am Donnerstag den 15.12.2016 um 19.00 Uhr mit einer Vernissage. Die Finissage findet am Sonntag den 15.01.2017 um 14.00 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.

HOMEPAGE

www.emil-waas.de

Design: Zhuquon Wang, Marcel Heinz

ORT

Europäische Kunstakademie
Aachener Str. 63
54294 Trier

VERNISSAGE

Donnerstag, 15.12.2016, 19.00 Uhr

Grußwort
Markus Pflüger, Arbeitsgemeinschaft Frieden e.V. Trier

Gegen das Vergessen – Die Gedenkstätte für NS-Opfer in Neustadt und das Projekt Elwa
Eberhard Dittus, Neustadt/W. – Gedenkstätte für NS-Opfer e.V. Neustadt

Leben und Überleben – Biografische Anmerkungen zu Elwa
Regina Heilweck, Speyer, Gedenkstätte für NS-Opfer e.V. Neustadt

Netz der Erinnerung: emil-waas.de
Marcus Haberkorn, Hochschule Trier

FINISSAGE

Sonntag, 15.01.2017, 14.00 Uhr

Elwa auf der Spur – Jahrzehnte später
Prof. i.R. Dr. Margit Waas, Malta

ÖFFNUNGSZEITEN

Fr. 16.12. – So. 18.12.2016 11.00 – 17.00 Uhr
Di. 20.12. – Fr. 23.12.2016 11.00 – 17.00 Uhr
Di. 03.01. – So. 08.01.2017 11.00 – 17.00 Uhr
Di. 10.01. – So. 15.01.2017 11.00 – 17.00 Uhr

 

» mehr

‚Konfrontarium‘ gewinnt Deutschen Multimediapreis mb21

16. November 2016

installation_3

Matthias Heintz und Jan-Henrik Walter gewinnen mit ihrer Installation „Konfrontarium“ den Sonderpreis ‚Medienkunst‘ beim Deutschen Multimediapreis mb21. Betreut wurde die Arbeit von JeongHo Park im Studiengang Intermedia Design des Fachbereichs Gestaltung der Hochschule Trier.

Aus der Laudatio der Jury: „„Konfrontarium“ besteht aus acht Styroporköpfen auf beweglichen Podesten. Versteckte Webcams erkennen die Blickrichtung des Betrachters und geben diese an den Servomotor der Styroporköpfe weiter. Versucht der Betrachter Blickkontakt aufzunehmen, wenden sich die Köpfe ab. In der Installation stehend sieht der Betrachter zum Einen nur Hinterköpfe und bekommt zum anderen das Gefühl von hinten angestarrt zu werden. „Konfrontarium“ verwirrt, ruft ungute Gefühle hervor und regt somit zum Nachdenken an.“

Die vollständige Laudatio im Video:

» mehr

generator – Lichtkunst im Heizkraftwerk Trier

26. Oktober 2016

jhpgeneratorIMD-Masterabsolvent und Assistent JeongHo Park stellt seine interaktive Arbeit Silhouette Interference in den Ausstellungsräumen des generator der Universität Trier aus:

Ausstellungseröffnung am 02. November 2016, 18:00 Uhr
Universität Trier, Campus II, Kapelle, Behringstr. 21

Die Räumlichkeiten im Kellergeschoss des früheren französischen Militärkrankenhauses André Genet an Campus II bieten Studierenden seit 2015 die Möglichkeit, gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstlern neue Ausstellungsprojekte zu realisieren. Sowohl das einstige Kohlelager als auch das zweigeschossige Heizkraftwerk blieben von der Konversion vom Hospital zum Uni-Campus weitgehend unberührt, wodurch sich die ursprüngliche Architektur erhalten hat.

Nach dem Abzug der französischen Garnison im Jahr 1992 diente das Militärkrankenhaus bis 2001 als Wohnheim für Studierende, bevor es nach aufwendiger Sanierung von der Universität Trier übernommen wurde. Die Kellerräume von Campus II blieben dabei größtenteils verschlossen und unbehelligt von äußeren Einflüssen.

Es sind nun der einst dem ehemaligen französischen Militärhospital als Räumlichkeiten dienende Kohlekeller und die Heizkraftzentrale, welche sich bei ihrer neuen künstlerischen Bespielung als zwei voneinander unabhängige Ausstellungskonzepte zeigen: Wo einst Kohle verfeuert wurde, präsentiert sich eine imposante Lichtinstallation des international renommierten Künstlerduos Hartung und Trenz unter dem Titel »LOREM IPSUM« – ein pars pro toto für die künstlerische Zukunft des Raumes, die stellvertretend für alle etwaigen Nutzungen stehen soll. Die im Vorraum gezeigte studentische Arbeit von Diana Thomas beschäftigt sich auf formaler wie inhaltlicher Ebene gleichsam mit dem Phänomen des Platzhalters, lässt jedoch eine differenzierte Herangehensweise zur gleichnamigen Lichtinstallation erkennen.

Im Kohlekeller werden einerseits die Grenzen des Kunstwerks mit zeichnerischen Mitteln ausgelotet: Klaus Maßem zeigt in seiner 1 x 61 Meter messenden Arbeit »Menschgang« eine Abfolge der unterschiedlichsten Szenen menschlicher Existenz, friesartig mit dem Tuschepinsel entwickelt.

Ergänzt wird diese erstaunliche Arbeit durch die interaktive Videoinstallation von JeongHo Park: Sein Werk »Silhouette Interference« spiegelt das auch bei Maßem anklingende Thema der ›Bewegung‹ in gänzlich anderer Dimension wieder und ruft zur aktiven Partizipation des Betrachters auf.

Auf Videostelen abrufbare Kurzfilme machen, ergänzend zur Ausstellung »»generator 2016, bewusst, welche prägende Geschichte hinter Campus II und dem Petrisberg steht.

Weitere Information auf der generator-Homepage

» mehr

City Campus trifft Illuminale

27. September 2016

ccampusAm Freitag, 30. September 2016, ab 16:00 Uhr, wird Triers Innenstadt erneut in eine bunte Wissenslandschaft verwandelt. Unter dem Motto „nächtliche Geistesblitze – Wissen schafft Licht“ präsentieren die Hochschule und die Universität ihre vielfältigen Projektarbeiten und Forschungsergebnisse. Die Stadt Trier setzt mit Lichtobjekten und Lichtinstallationen der Illuminale die wissenschaftlichen Beiträge in Szene.

Auf einer Achse zwischen Viehmarktthermen, Viehmarktplatz, Augustinerhof mit Rathaus und Theater sowie dem Karl-Marx Viertel findet auch 2016 wieder eine publikumswirksame Großveranstaltung statt. Diese begeisterte im Jahr 2014 mehr als 15.000 Besucher. Universität, Hochschule und die Stadt Trier zeigen ihre vielfältigen Projektarbeiten, Forschungsergebnisse und Lichtobjekte der Öffentlichkeit.

Die Fachrichtung Intermedia Design ist gleich mit mehreren Projekten vertreten:

  • Public Art Trier: Europäische Kunstakademie, Hochschule und Universität bauen gemeinsam eine Datenbank zu Kunst im öffentlichen Raum Triers auf. Deren Vielfalt kann man mit dem Smartphone jederzeit selbst erkunden. Anlässlich des City Campus gibt es zwei fachlich geleitete Führungen; Viehmarktplatz, 16.00 Uhr und 18.00 Uhr
  • Entdeckungstour mit der Folklore App – Die Sage vom Trierer Stadtgeist: Eine interaktive Stadtführung per App mit Bild, Ton und Spielelementen zum Eintauchen in die seit dem Mittelalter bekannte Geschichte; Viehmarktplatz, 19.30 Uhr
  • Stärkung der Medienkompetenz – Bildungspotentiale: Gestaltung einer Kooperation zwischen Schule und Hochschule, Humboldt-Gymnasium

Das Gesamtprogramm findet sich auf der Homepage des City Campus.

 

» mehr

Stellenausschreibung: W2-Professur auf Zeit für das Lehrgebiet „Narrative Formate“

25. August 2016

Zum 01.03.2017 ist im Fachbereich Gestaltung, Fachrichtung Intermedia Design, befristet bis zum 28.02.2020, nachfolgende Stelle zu besetzen:

W2-Professur auf Zeit für das Lehrgebiet „Narrative Formate“

Rund 8.000 junge Menschen studieren und forschen in attraktiven Studiengängen an der Hochschule Trier. Wir sind die drittmittelstärkste Hochschule für angewandte Wissenschaften in Rheinland-Pfalz und Mitglied der EUA – European University Association. Damit bieten wir sehr gute Bedingungen für die Durchführung von Projekten mit der regionalen und überregionalen Wirtschaft.

Die Professur gehört zur Fachrichtung Intermedia Design, die eine zeitgemäße, an den aktuellen Medienentwicklungen orientierte Ausbildung anbietet. Es  wird eine kreative Persönlichkeit gesucht, die im Bereich des narrativen/dokumentarischen Films ausgewiesen ist.

Die zukünftige Stelleninhaberin / der zukünftige Stelleninhaber vertritt selbstständig das Lehrgebiet und vermittelt alle damit verbundenen relevanten Gewerke – vom Skript über die Produktion (Kamera, Ton) bis zur Postproduktion (Schnitt, Colour Grading). Ziel ist es, dass Studierende in Projektarbeit eigene Produktionen (Kurz-, Dokumentar-, Experimentalfilm, etc.) konzipieren, realisieren, publizieren und selbstkritisch evaluieren. Als Teil der generalistischen Ausbildung der Fachrichtung Intermedia soll außerdem zum interdisziplinären Transfer dieser Kompetenzen in weitere mediale Kontexte angeleitet werden. Als Erweiterung sind daher Orientierungen in einem oder mehreren der folgenden Bereiche erwünscht:

  • mediale Hybridformen (Digital-Film/-Fotografie, Film/Motion Design),
  • transmediales Erzählen,
  • Video-Installation/Projektionismus
  • Animationsfilm
  • neuere Entwicklungen im Digitalfilmbereich (z.B. 3D-Film)

Die Bereitschaft zur Mitarbeit in den Studiengängen des FB Gestaltung und zur Beteiligung an der Selbstverwaltung setzen wir voraus. Wir gehen davon aus, dass die zukünftige Stelleninhaberin / der zukünftige Stelleninhaber Lehrveranstaltungen bei Bedarf auch in englischer Sprache durchführt.

Die Hochschule Trier bietet Ihnen innovative und zukunftsorientierte Forschungsmöglichkeiten sowie internationale und interdisziplinäre Kooperationsmöglichkeiten. Die praxisorientierte Ausbildung unserer Studierenden liegt uns ebenso am Herzen wie eine nachhaltige und teamorientierte Arbeitsumgebung. Allen Beschäftigten der Hochschule steht ein umfassendes Weiterbildungsangebot zur Verfügung. Wir sind als familiengerechte Hochschule zertifiziert und bieten vielfältige Kinderbetreuungsangebote sowie Unterstützung und Beratung durch unseren Familienservice und unseren Dual Career Service.

Das Land Rheinland-Pfalz und die Hochschule Trier vertreten ein Betreuungskonzept, bei dem eine hohe Präsenz der Lehrenden am Hochschulort erwartet wird.

Einstellungsvoraussetzungen sind neben den allgemeinen dienstrechtlichen Voraussetzungen mindestens:

  1. ein erfolgreich abgeschlossenes Studium an einer Universität oder vergleichbaren Hochschule, ausgenommen mit einem Bachelorgrad, oder ein Masterabschluss. Gleichwertig ist auch ein mit einem Diplomgrad oder Mastergrad erfolgreich abgeschlossenes Studium an einer Fachhochschule,
  2. pädagogische Eignung, die in der Regel durch Erfahrungen in der Lehre, Ausbildung oder entsprechender Weiterbildung nachgewiesen wird,
  3. besondere Befähigung zu wissenschaftlicher Arbeit, die in der Regel durch eine qualifizierte Promotion nachgewiesen wird, oder besondere Befähigung zu künstlerischer Arbeit und
  4. darüber hinaus besondere Leistungen bei der Anwendung oder Entwicklung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden in einer mindestens fünfjährigen beruflichen Praxis, von der mindestens drei Jahre außerhalb des Hochschulbereichs ausgeübt worden sein müssen.

Die Berufung erfolgt bei Vorliegen der entsprechenden dienstrechtlichen Voraussetzungen in das Beamtenverhältnis auf Zeit.

Qualifizierte Frauen werden ausdrücklich zur Bewerbung aufgefordert.

Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt.

Bewerbungen mit tabellarischem Lebenslauf, Lichtbild, Zeugnisabschriften und Schriftenverzeichnis sowie Nachweis der Berufstätigkeit sind bis zum 23. September 2016 zu richten an den

Präsidenten der Hochschule Trier
Postfach 1826
D-54208 Trier

 

» mehr

Film in Rheinland-Pfalz – Ausstellung

19. August 2016

filminrlp

Studierende der Hochschule Trier aus der Fachrichtung Intermedia Design sind mit ihren filmischen Arbeiten vertreten bei „FILM IN RHEINLAND-PFALZ“:

Eine Ausstellung des Film- und Medienforums Rheinland-Pfalz im Rahmen des Filmsommers Mainz 2016
vom 31. August bis 23. September 2016 (Mo-Fr 8-17 Uhr) – Eintritt frei –
im Foyer des Abgeordnetenhauses des Landtags, Kaiser-Friedrich-Straße 3, Mainz

Eröffnung: 31. August 2016 um 19.30 Uhr (Anmeldung nicht erforderlich)

Lernen Sie das Film- und Medienland Rheinland-Pfalz kennen: Von den ersten Dreharbeiten im Jahre 1903 bis zu großartigen Filmfestivals heute hat unser Bundesland seine eigenen Erfolgsgeschichten in der Filmwelt. Die Historie, die Festivals, die engagierten Kinostätten, die Film- und Mediennachwuchsförderung Rheinland-Pfalz und weitere Bewegtbild-Besonderheiten im Land werden vorgestellt.

» mehr

Platine Festival mit Beiträgen von Intermedia Designern

19. August 2016

PLATINE_Logo_72dpi_gr-500x322
Das Platine-Festival in Köln ist eine Plattform für Künstler und Entwickler aus ganz Europa, die sich Spannungsfeld zwischen elektronischer Kunst und alternativen Spielformen bewegen.

An Arbeiten aus dem Intermedia Design der Hochschule Trier sind in diesem Jahr vertreten: Jan-Henrik Walter mit seiner Spintactics Arena (hier im IMD-Projektarchiv) und JeongHo Park mit seiner BitPixel Score.

» mehr