Intermedia Design Lecture – Design Futuring

1. Juni 2014

Design Aktivismus ist eine junge, wachsende Bewegung, die mit dem Hauptfokus auf Design und den den bewussten Einsatz gestalterischer Mittel, soziale, politische und ökologische Probleme angeht. Zugrunde liegt die Erkenntnis, dass Design nicht nur blosses „schön machen“ ist, sondern ein maßgebliche Kraft in der Gesellschaft darstellt.

Prof. Dr. Tony Fry entwickelte die Philosophie und Methodologie von Design Futuring als Grundlage für den Studiengang Design Futures an der Griffith University in Brisbane, Australien. Raune Frankjear, berichtet über seine Lehre, die angewandten Methodiken und ihre Zeit in Brisbane.

Mittwoch, 04.06.14 / 18:00 Uhr / Q128

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Intermedia Design und Modedesign der Hochschule Trier auf der Luminale 2014 in Frankfurt

30. April 2014

Der Fachbereich Gestaltung mit seinen Studiengängen Intermedia Design und Modedesign wird sich an der diesjährigen Luminale vom 30.03. – 04.04. mit einem Team aus 28 Studierenden und unter der Betreuung von Prof. Daniel Gilgen und Prof. Dirk Wolfes beteiligen.

Bekannt als Biennale der Lichtkultur wird sie ab dem 30.03.2014 ganz Frankfurt zur Abendstunde für fünf Tage in eine lichtdurchflutete Welt voller Kunstwerke, Design-Objekte, Performances und Licht-Klang-Installationen verwandeln. Mit der 7. Luminale öffnet sich die Stadt Frankfurt den Kreativen als Experimentierfeld, bei der mehr als 140.000 Besucher erwartet werden. Umso erfreulicher ist es, dass auch der Fachbereich Gestaltung der Hochschule Trier mit seinen Studiengängen Intermedia Design und Modedesign bei diesem Lichtfestival vom 30.3. – 4.04. mit interdisziplinären Installationen unter der Betreuung von Prof. Daniel Gilgen und Prof. Dirk Wolfes vertreten sein wird. Die drei unterschiedlichen interaktiven Lichtinstallationen SurPlus, LightCan und Lightning Bug greifen gerade durch ihren interdisziplinären Charakter das Selbstverständnis des Fachbereichs Gestaltung auf, der die Grenzüberschreitung und Interdisziplinarität in seiner Studienstruktur fördert.

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In der Installation “Sur Plus“ wird die gleichnamige Modekollektion der Modedesigner fernab von Laufstegen in ein ganz besonderes Licht gesetzt. Das Upcycling alter Militärstoffe trifft auf integrierte Elektrolumineszenz. Die Outfits finden eine ästhetische Harmonie in der Verwendung traditioneller Techniken in Kombination mit der experimentellen Integration neuer Technologien der Intermedia Designer. Durch die mehrfache Überlagerung transparenter Folien in der 670 qm großen Galerie des Palmengartens, werden die Kleidungsstücke in eine spannende Raumkomposition eingeflochten. Der Materialcharakter der Folie kreiert fast immaterielle Strukturen, die den Raum fließend von einer Seite zur gegenüberliegenden durchziehen. Die semitransparenten Folienbahnen verkörpern die im Raum gebrochenen Lichtstrahlen und schaffen verwinkelte Nischen, um die fünfzehn Outfits innerhalb der Installation zu inszenieren.

Im Eingangshaus zum Palmengarten dienen dem Besucher in der Installation „Light Can“ dagegen 3 Lichtgießkannen als interaktive Steuerungselemente und erlauben, das Raumlicht gezielt zu verändern. Durch einen Display in den Kannen kann eine Wunschfarbe ausgewählt und ausgegossen werden. Längeres Ausgießen verteilt das Licht über die Pflanzen durch den nebligen Raum bis hin zur großen Glaskuppel des Eingangshauses. Eingehüllt in Licht und Farbe können sich die Besucher von den erschaffenen Harmonien und Kontrasten begeistern lassen.

Die Lichtgießkannen wurden erstmals von Studierenden der Hochschule Trier für einen Pavillon der Bundesgartenschau 2011 in Koblenz entworfen und für die diesjährige Luminale in Frankfurt weiterentwickelt. Angepasst an den neuen Ausstellungsraum nutzt die Installation das gesamte Eingangshaus des Palmengartens als Farbfläche.

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Thematisch passend zu dem botanischen Umfeld, inspiriert sich die Installation „Lightning Bug“ an den komplexen Lichtmustern, die von einigen Spezies der Familie Lampyridea (Glühwürmchen) als Mittel der Kommunikation eingesetzt werden. Die aus 9 bekleideten Objekten bestehende Installation kann durch Bewegungen im Raum und den Herzschlag der Besucher in ihrem Ausdruck von den Besuchern verändert werden. Die Masterstudentin Raune Frankjær untersuchte hierbei im Rahmen ihrer Masterarbeit die kommunikativen Möglichkeiten von lichtemittierendem Material in Kleidung. Hierzu werden animierte Lichtmuster so in alltägliche reaktive Kleidung integriert, dass sie die Benutzer zur gegenseitigen Kommunikation anregen und einladen, Teil des Experiments zu werden, indem sie mental selber zum Träger der neuen Kleidung werden. Hierbei wird ihre Herzfrequenz, als ein persönlicher, biometrischer Wert auf eine entsprechend pulsierende Bekleidung übertragen. Zusätzlich reagiert diese, durch ihre Bewegung im Raum, auf die anderen interaktiven Kleidungsstücke.

In vier Wochen geht es dann für 28 Trierer Studierende nach Frankfurt, wo sie mit dem Aufbau ihrer Installationen beginnen werden. Für das Team Intermedia Design sind beteiligt: Benjamin Sonnenschein, Goncalo Solares, India Uhlig, Jakob Kubara, B.A., Jasmin Maier, Jasmin Thome, Joanna Salfellner, Katharina Ehrles, Michael Schneller, Pia Spieler, Sabine Simone Neides, Raune Frankjaer, Mario Eck, Julian Steffen. Für das Team Modedesign: Anastasia Bogomolov, Carolin Hinz, Eleonora Machleidt, Fiona Wrobel, Hanna Lin Schaffrath, Ilona Greff, Julia Bihr, Kerstin Hoffmann, Laura Schüßler, Lena Wollscheid, Lily Wotschel, Lyudmila Shakhyan, Nora Belschner, Valentina Ismailow
Betreuende Professoren: Prof. Daniel Gilgen (D.Gilgen@hochschule-trier.de) und Prof. Dirk Wolfes (D.Wolfes@hochschule-trier.de)

Ausstellungsort: Palmengarten der Stadt Frankfurt am Main, Siesmayerstraße 61, 60323 Frankfurt am Main
Mehr Informationen zur Luminale: www.luminale.de

Öffnungszeiten: 30. März bis 04. April 2014, täglich von 19.30 Uhr bis 23.00 Uhr

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