Medieneinsatz in der Not- und Krisenhilfe für Jugendliche

Präsentation eines internationalen Studierendenprojekts

Am Mittwoch, den 20.7.22, wurden Kooperationsergebnisse präsentiert: Intermedia Design-Studierende stellten Entwürfe zur Unterstützung des luxemburgischen Péitrusshaus vor, einer Not- und Kriseneinrichtung für Jugendliche. Location war das Haus der Transformation am Trierer Pferdemarkt, bereitgestellt von der MEFA Strategic Communication im Rahmen eines Studierendenprojekts der Stiftung Solina mit der Fachrichtung Intermedia Design, Hochschule Trier. Ausgangspunkt für die Seminaraufgabe ist eine Notfall-App, die durch die Agentur MEFA bereits im Rahmen der strategischen Kommunikationsmaßnahmen für die Stiftung Solina und ihre verschiedene Angebote der Jugendarbeit entwickelt wurde.

Ein solches ist das Péitrusshaus: Eine Not- und Kriseneinrichtung für Jugendliche im Alter von 12 bis 21 Jahren. Die Einrichtung ist 24 Stunden und 7 Tage die Woche geöffnet. Ihre Hilfe ist kostenlos und die Teilnahme findet in einem freiwilligen Rahmen statt. Das Hauptziel des Péitrusshaus ist es, sich im Krisenzustand befindenden Jugendlichen zu helfen. Anhand von Einzel- und Familiengesprächen versucht das Psycho-Sozio-Pädagogische Team die Lage zu klären und die Jugendlichen zu stabilisieren. Vor kurzer Zeit wurde eine Progressive Web App (PWA) veröffentlicht, die die digitale Erreichbarkeit der Hilfe 24/7 gewährleisten soll. Jugendliche können hier hilfreiche Informationen finden und darüber hinaus sich per Chat direkt Hilfe bei den Expert*innen holen.    

Wie kann das Angebot des Péitrusshaus mit medialen Mitteln noch weiter verbessert werden? Die Studierenden des von Marcus Haberkorn geleiteten Masterkurses „Design interaktiver Systeme“ arbeiteten eng mit den Stakeholdern aus der Einrichtung zusammen. Geleitet von empirischen Methoden der Datenerhebung und Auswertung verfeinerten sie ihre Ideen und Konzepte. Die präsentierten Vorschläge umfassten eine Web-3D-Tour des Hauses und deren Erweiterung mit spielerischen Elementen (Gamification), Usability und UX-Verfeinerungen der bestehenden Web-App, sowie für eine Bekanntheitssteigerung eine zielgruppengerechte Plakat- und eine Stickerkampagne. Diese werden bis zum Herbst final ausgearbeitet und dann abschließend seitens der Agentur in Zusammenarbeit mit der Stiftung in die bestehende Strategie integriert, um konkret dabei zu unterstützen, Jugendlichen in Krisensituationen zu helfen.