issmit.app

Food Sharing und Shared Dining in einer nachhaltigen Gesellschaft

Wie kann die Selbstorganisation unterstützt werden, um besser bedürfnisorientiert lokale Ressourcen zu produzieren, zu pflegen und zu nutzen?

“Die issmit.app führt dich und deine Nachbarschaft zum gemeinsamen Kochen und Essen zusammen. Die (kosten-) freie App vermittelt Wünsche, Zutaten, Transporte.

Stell dir vor: Du kannst in einer neuen kostenlosen App eintragen, dass du an deinen Bürotagen jeweils ein gutes Essen haben möchtest, gekocht von Freiwilligen aus der Nachbarschaft. Im Hintergrund zerlegt die App deinen Wunsch in verschiedene Tätigkeitsschritte und zeigt die nötigen Arbeiten, Transporte, Zutaten, etc. wiederum in der App an.

Leute, die die App ebenfalls benutzen, können sich nun für diese und andere Tätigkeiten einschreiben und gemeinsam dazu beitragen, dass die Nachbarschaft füreinander kocht. Je mehr Leute mitmachen, desto schneller wird dein Wunsch nach einem nachbarschaftlichen Essen an deinen Bürotagen erfüllt…

Weshalb dies Menschen tun sollten? Weils erstens Spass macht, anderen eine Freude zu bereiten. Zweitens, weil so neue Bekanntschaften im Quartier entstehen. Und weil drittens Mitmachende in der App Anerkennung für ihre Arbeit erhalten, was wiederum die Wahrscheinlichkeit erhöhen kann, dass ihre Wünsche ebenfalls erhört werden.”

(Quelle: Homepage Global Commoning System, 30.3.23)

Lynn Friedrich hat sich mit ihrem Mastervorhaben einem internationalen Team angeschlossen, das angewandt forschend konkrete Lösungen für selbstorganisierte Prozesse des gemeinsamen, bedürfnisorientierten Produzierens, Verwaltens, Pflegens oder Nutzens auf Basis von Gemeingütern (“Commons” als Ressourcen, Produkte, soziale Strukturen) entwickelt.

Mit ihrer Arbeit entstand ein reeller Beitrag zur nachhaltigen Praxis des Food Sharing und Social Dining, denn die Schweizer Stiftung für Konsumentenschutz (eine Verbraucherschutzorganisation) wird das Projekt in einer Pilotregion praktisch erproben. Empirisch überprüft und evaluiert werden sollen dann insbesondere die Designprinzipien für diese Art der sozio-technischen Systeme des nachhaltigen Wirtschaftens als auch ihr Transformationspotential bei territorialer Ausweitung.

In ihrer Arbeit hat sich Lynn Friedrich systematisch mit theoretischen Fragen der Gemeingüter auseinandergesetzt und diese in praktische Ansätze des Commoning überführt. Die von ihr maßgeblich ausgearbeitete App stellt schließlich lediglich einen Anwendungsfall eines umfassender konzipierten Global Commoning Systems dar, einer Plattform zur effizienten Organisation eines Commons zur Bedürfnisbefriedigung einander unbekannter Beteiligter auf Grundlage lokal verfügbarer Mittel.

Bitte beachten Sie: Sobald Sie sich das Video ansehen, werden Informationen darüber an Youtube/Google übermittelt. Weitere Informationen dazu finden Sie unter Google Privacy.